Verschiedene Kultivierungsmethoden
Natürliche und künstliche Teiche
Der Teichboden ist Schlamm mit unterschiedlicher Tiefe von weniger als 0,5m. Die Wassertiefe sollte während der Regenperioden 1,5m nicht übersteigen und in trockenen Jahreszeiten nicht niedriger als 0,7m sein. Ohne Entwässerungs- bzw. Bewässerungssysteme sollten Tiefwasserpflanzen verwendet und mit einigen Schwimmpflanzen ergänzt werden. Kleine Wasserbecken können in einen grossen, natürlichen Teich gebaut werden, jedes bepflanzt mit 1 Pflanze. Der untere Rand des kleinen Beckens sollte 0,5m tief im Schlamm stecken, der obere 0,3m aus der Schlammoberfläche ragen.
Eintopfen und ins Wasser setzen
Ein Becken aus Beton kann eine x-beliebige Form haben, an der gewünschten Stelle positioniert werden und ist geeignet zur Bepflanzung vieler Pflanzen, von der jede ihren eigenen Platz hat, ohne sich gegenseitig zu stören oder zu rivalisieren.
Garten- und Zimmerdekoration
Ziergefässe können verwendet werden, um die Umwelt zu verschönern. Man wird die schön gestalteten Behälter und ebenso die bezaubernden Lotuspflanzen bewundern. Sie eignen sich bestens zu Dekorationszwecken. Die zierliche Gefäss-Lotus dient zur Dekoration auf Dachterrassen, auf Balkonen oder in hellen Räumen. Den kleinen Lotustopf kann man auf ein kunstvolles Regal stellen, und die Lotusblüten ergänzen entweder die Bilder oder die Holzschnitzereien des Raums mit dem eleganten Effekt, natürliche Schönheit mit künstlicher Eleganz zu verbinden.
Pflanzmethoden
Anpflanzen im Teich
Das Anpflanzen in gleichen Abständen verleiht den Effekt "üppiger
grüner Blätter, die himmelwärts streben", eine unregelmässige
Bepflanzung in Büscheln sieht aus, als ob "die kleinen Lotusblätter
nur eben mit ihren Spitzen die Wasseroberfläche berühren".
Bepflanzung in gleichen Abständen. Das Wasser von den Pflanzstätten
ablassen und den Dünger zugeben, dann das Erdreich gründlich
umgraben und gleichmässig einebnen. Der Abstand zwischen und innerhalb
der Reihen beträgt 1,5 m. Folglich werden ca. 4444 Saat-Rhizome auf
1 ha gepflanzt. Die Wurzelballen sollten schräg , 10-15cm tief in
den Schlamm gesteckt werden, mit den Jungtrieben in gleicher Richtung und
den Enden etwas über der Schlammoberfläche. Nach dem Pflanzen
seichtes Wasser hinzuführen und den Wasserstand mit dem Wachstum der
Pflanzen allmählich erhöhen, damit die Blätter auf dem Wasserspiegel
schwimmen können. Der eigentliche Wasserstand ist erreicht, wenn stehende
Blätter erkennbar werden.
Unregelmässige Büschelbepflanzung. Löcher graben und
Rhizome gemäss Ihrer Bepflanzungsskizze anordnen. Die Vorgehensweise
ist wie oben beschrieben.
Pflanzung in Gefässen
Auswahl der Gefässgrösse. Gefässe über 50cm Durchmesser
werden für grosswüchsige Lotuspflanzen verwendet. Gefässe
im Durchmesser von 40-50cm für mittelwüchsige und Gefässe
im Durchmesser von 20-25cm für kleinwüchsige Lotuspflanzen.
Vorbereiten der Pflanzerde. Schlamm aus Teich oder Fluss, oder selbst
zubereitet aus Humus und sandigem Erdreich im Verhältnis 4:4:2 als
Pflanzerde für Lotus.
Dünger. Häufig benutzter Basisdünger sind Huf- und Hornspäne
von Pferd, Schwein, Schaf, Ziege und Ochs, Sojabohnen- und Sesamkuchen,
und Dung von Hühnern, Enten und Schweinen, über ein Jahr gegoren.
Knochen- und Fischmehl, Pflanzasche und chemische Düngemittel können
ebenfalls verwendet werden. Die Menge von Huf- und Hornspäne pro Pflanze
beträgt:
500g für grosswüchsige Lotuspflanzen
250g für mittelwüchsige Lotuspflanzen
50g für kleinwüchsige Lotuspflanzen
Geben Sie die Späne auf die Mitte des Gefässes, um zu verhindern,
dass die jungen Ballen damit in Kontakt geraten und abfaulen.
Andere Dünger, wie Sesamkuchen und Hühner-, Enten- und Schweinedung
sind im Verhältnis von 10-15% des gesamten Erdvolumens zu verabreichen.
Pflanzmethoden. Platz für Wasser sollte übrig sein, wenn
Sie Erde in den Topf geben. Dann wird das Wasser hinzugefügt und mit
der Erde vermischt. Schützen Sie den Jungtrieb mit einer Hand und
halten sie das Ende des Ballens mit der anderen Hand beim Pflanzen. Stecken
Sie den Ballenkopf (das dickere Ende) nach unten und fügen Sie langsam
den Schlamm hinzu bis das Ballenende (das dünnere Ende) mit einer
Neigung von 20-25 Grad aus dem Schlamm hervorspitzt. Wenn sich 2 Pflanzen
in 1 Topf befinden, sollten sich Ballenköpfe und -enden berühren.
Die Tiefe des Ballenkopfes im Schlamm hängt vom Zustand des Jungtriebs
ab - 10cm für starke Triebe und 5cm für schwache.
Der Wurzelballen des Ziergefäss-Lotus ist zart und anfällig.
Er sollte abends umgetopft werden. Das Wachstum kann im Haus gefördert
werden, erst nach Bildung schwimmender Blätter damit ins Freie.
Pflege
a.
Lotus ist eine Ganztagspflanze und sollte in sonniger Lage gehalten
werden mit guter Belüftung und ohne Beschattung durch hohe Gebäude
im Osten, Süden und Westen.
b.
Obwohl der Lotus eine Wasserpflanze ist, die aus dem Wasser herausragt,
sind seine Anforderungen an das Wasser unterschiedlich, je nach Wachsphase.
Im frühen Stadium nach der Pflanzung sollte das Wasser seicht und
klar sein, damit die Sonne den Schlamm im Gefäss erwärmen und
das Wachstum fördern kann. Sobald sich schwimmende Blätter bilden,
sollte der Wasserstand allmählich angehoben werden, so dass die Blätter
auf der Wasseroberfläche bleiben. Nachdem sich stehende Blätter
bilden, sollte der endgültige Wasserstand konstant bleiben. Im Frühling
ist es besser, das Wasser anzuwärmen, ehe man es zum Gefäss-Lotus
gibt. Während der Anfangsphase der Wachsperiode wird die Geschwindigkeit
der Wasserzufuhr mittels einer Sprinklerdüse gedämpft, was ein
Auswaschen der Erde verhindert.
c.
Es ist nicht nötig, in der Anfangsphase der Wachsperiode Dünger
zu verabreichen, da ausreichend Nährstoffe im Humus vorhanden sind.
In der Blütesaison sollte schnell wirkender Phosphatdünger alle
7-10 Tage gegeben werden, um die Entfaltung der Blütenknospen zu fördern.
Phosphat- und Pottasche-Dünger werden später benötigt, um
das Ausreifen der Blüte und das Ballenwachstum zu fördern.
Die Dünger, 5g für kleine Töpfe und 10g für grosse,
werden in starkes Papier gewickelt und in die Mitte des Topfs gelegt, 10-15cm
tief in den Schlamm.
d.
Entfernen Sie Unkraut und Algen einmal pro Monat, um Nährstoffe
und Sonnenlicht nicht zu beeinträchtigen. Überschüssige
schwimmende Blätter und verwelkte Standblätter sollten ebenfalls
entfernt werden, um Belüftung und Licht zu verbessern.
e.
Einige Lotus-Blüher blühen nicht sehr gut, wenn der Sommer
heiss ist. Hierzu gehören "Thousand Petals und "Jade Bowl". Halten
Sie deren Ballen bei niedriger Temperatur und pflanzen Sie sie Mitte Mai,
so dass die Blühphase auf Spät-August und Mitte-September verzögert
werden kann.
f.
Die Hauptkrankheiten sind Blattflecken, braune und schwarze. Die Krankheiten
treten in Regenperioden auf und sind im Süden Chinas schlimmer als
im Norden. Schlechte Belüftung und unzureichendes Licht begünstigen
die Entwicklung der Krankheiten, die verhindert werden können, indem
befallene Blätter entfernt werden und die Dichte der Pflanzen reduziert
wird. Sollte die Krankheit erheblich sein, mit Zineb oder Topsin in einer
Lösung mit 800 Teilen Wasser besprühen.
Die Hauptschädlinge sind Blattläuse, Käfer, Schnecken
und Raupen. Blattläuse können 20 Generationen innerhalb eines
Jahres produzieren. Die Larven und geschlüpften Blattläuse leben
in Gruppen auf Blättern, Stengeln und zarten Blütenknospen und
saugen Saft von der Pflanze. Rogor (40%lösliches Konzentrat) verdünnt
mit 1000 Anteilen Wasser sollte zur Behebung gesprüht werden. Käfer
zerstören Blätter und Blumen von Juni bis August. Die ausgewachsenen
Käfer zeigen Phototaxis und Todesmimikri und man kann sie fangen oder
abklauben und beseitigen.
g.
Lotus kann im Süden Chinas im Freien überwintern, sollte
jedoch im Norden im Keller untergebracht werden. Die Struktur des Kellers
befindet sich halb unter der Erde. Das Winterquartier sollte zwischen Ende
Oktober und 15. November aufgesucht werden. Schneiden Sie zuerst die Blätter
und Schäfte ab, entfernen Sie diese und stellen den Lotus samt Behälter
in den Keller, füllen Sie den Behälter mit Wasser auf und decken
Sie ihn ab während der Ruhepause. Ohne der Luft ausgesetzt zu sein,
werden die Ballen nicht modern oder verfaulen. Sie erleiden keine Kälte
sofern die Kellertemperatur über dem Gefrierpunkt liegt. Etwas Luftzufuhr
sollte zur Mittagszeit an wärmeren Tagen zwischendurch ermöglicht
werden, und der Kellerzugang sollte nachts geschützt sein, um kalte
Luft zu vermeiden.